Jesus und die anderen Religionen (Teil 3)

Die meisten Menschen denken, dass das Christentum eine solche Religion ist. Um von Gott gerettet und angenommen zu werden, muss man am Anfang des Weges ebenfalls durch ein Tor gehen. Hiermit ist das Ritual der Taufe gemeint. Das Durchschreiten dieses Tores bedeutet, dass man sich nun im Rennen für die Errettung befindet. Dies bedeutet jedoch nicht, dass man bereits gerettet ist. Ob man die Rettung erlangt und von Gott angenommen wird, hängt davon ab, ob man die Prüfung am Ende des Rennens, sprich das Endgericht, besteht. Ob man im Endgericht bestehen wird, hängt vom Fortschritt ab, den man gemacht hat, und von der Leistung, die man während seines Lebens gebracht hat. Natürlich sind die Kirche und ihre Mitarbeiter dazu da, um zu helfen, wie sie nur können. Aber selbst sie können keine Garantie dafür geben, dass jemand im Endgericht bestehen wird. Demnach bleibt die Frage, ob man von Gott angenommen wird, bis zur endgültigen Beurteilung offen. Und dies aus dem guten Grund, dass unsere Werke, unser Fortschritt und unsere Leistung einen Einfluss darauf haben, ob wir von Gott angenommen werden.

Diese Ansicht klingt plausibel, steht jedoch in völligem Widerspruch zu dem, was das Neue Testament tatsächlich darüber lehrt, wie man von Gott angenommen wird.

In diesem Zusammenhang macht das Christentum, im Gegensatz zu allen Religionen, reinen Tisch. Das Christentum lehrt ganz eindeutig, dass die Rettung nicht durch Werke und Leistungen erlangt wird. Sie ist eine Gabe Gottes (Epheser 2,8-9).

Als kostenloses Geschenk ist die Rettung also nicht davon abhängig, welche Fortschritte jemand auf dem Weg gemacht hat. Dies wirft die folgenden Fragen auf: An welchem Punkt des Weges empfängt man dieses Geschenk? Ab welchem Zeitpunkt haben wir die Zusicherung Gottes, dass er uns angenommen hat? Am Ende des Weges? Nein! Bereits am Anfang des Weges, wie es Jesus seinen Zeitgenossen erklärt:

Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern ist aus dem Tod in das Leben übergegangen (Johannes 5,24; Hervorhebung hinzugefügt).

Oder wie Paulus es ausdrückte:

Da wir nun gerechtfertigt worden sind aus Glauben, so haben wir Frieden mit Gott durch unseren Herrn Jesus Christus, durch den wir mittels des Glaubens auch den Zugang haben zu dieser Gnade, in der wir stehen, und rühmen uns in der Hoffnung der Herrlichkeit Gottes (Römer 5,1-2; Hervorhebung hinzugefügt).

Darüber hinaus sehen wir in diesen beiden Aussagen, dass dadurch, dass wir bereits am Anfang des Weges gerechtfertigt wurden, uns Gott auch versichert, dass wir durch das Tor am Ende des Weges hindurchgehen werden. Wie es der Apostel Paulus ausdrückte:

... da wir jetzt durch sein [Jesu] Blut gerechtfertigt sind, werden wir durch ihn gerettet werden vom Zorn [Gottes] (Römer 5,9).

 

David Gooding (Professor Emeritus für Old Testament Greek an der Queen's University Belfast, Mitglied der Royal Irish Academy) in „Opium fürs Volk“.

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  • Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der Schriftgelehrten und Pharisäer nicht weit übertrifft, so werdet ihr gar nicht in das Reich der Himmel eingehen! (Matthäus 5, 20)

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